Tevfik Başer studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Er drehte dann den Dokumentarfilm Zwischen Gott und Erde. Sein erster Spielfilm 40m2 Deutschland wurde in der Kritikerwoche des 39. Cannes Filmfestivals gezeigt. Auf dem Filmfestival Locarno erhielt er den „Silbernen Leoparden“, auf dem Filmfestival Rotterdam den Preis für den „Besten Erstlingsfilm“ und in Cannes den Preis der UNESCO. Sein zweiter Film Abschied vom falschen Paradies erhielt in Straßburg den „Großen Preis“ des Festivals und nahm am Wettbewerb der 39. Berlinale teil. Sein letzter Film Lebewohl Fremde wurde im Wettbewerb des 44. Cannes Filmfestivals gezeigt. Beim Filmfestival in Verona erhielt er den Preis für die „Beste Regie“. Für das Drehbuch des Fernsehzweiteilers Zeit der Wünsche wurde er mit dem Adolf Grimme Preis ausgezeichnet. Von 1991-2002 war er Gastdozent an der Filmakademie Baden-Württemberg. Zwischen 2003 und 2023 war er als Filmdozent an der Kadir Has Universität in Istanbul tätig.

Den Beginn des deutsch-türkischen Kinos in Deutschland startete Tevfik Başer Ende der 80er und 90er Jahre als junger Regisseur in Hamburg mit seinen mutigen Spielfilmen. „40 m2“, mit seinem Erstlingswerk sorgte er von Cannes bis Locarno für internationele Furore. „Abschied vom falschen Paradies“ und „Lebewohl Fremde“ folgten seiner Linie, indem er auf die Gesellschafts Deutschlands von der Perspektive der Migranten schaute. Das Filmfestival Türkei Deutschland ist hoch erfreut, den Begründer des deutsch-türkischen Kinos Deutschlands als Jurypräsident des Kurzfilmwettbewerbs in Nürnberg zu begrüßen.

Die Schauspielerin studierte Werbung an der İstanbul Universität SBMYO und schloss an dieses ein Studium der Dramaturgie und Theaterkritik ab. Ihren Master in Schauspiel machte sie an der Bahçeşehir Universität. Erste professionelle Erfahrungen sammelte sie 1997 in der Serie Sıdıka. Über 20 Jahre gehörte sie zum festen Ensemble des Istanbuler Stadttheaters und arbeitete zudem als Dozentin in der Theaterpädagogik. Heute ist sie in TV, Kino und privaten Theaterproduktionen aktiv. Zu ihren Filmen zählen Usta, Kümes, Kıskanmak, Pazarları Hiç Sevmem, Sen Ben Lenin, En Uzun Gece, Chaplin Dörtlüsü ve Bağlar, Kökler ve Tutkular.

Schauspielerin, Istanbul

Stephan Hilpert studierte Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München und promovierte in Filmwissenschaft an der Universität Cambridge. Er arbeitet als Regisseur für Dokumentarfilme und Werbung und lehrt als Professor für Bewegtbild an der Hochschule Ansbach. Seine Filme wurden auf internationalen Festivals ausgezeichnet, darunter der Kinodokumentarfilm "Congo Calling" u.a. beim DOK.fest München und Max-Ophüls-Preis. Kürzlich veröffentlichte er als Co-Autor ein Buch zum Thema Arbeit in den Filmen von Christian Petzold.

Regisseur, Ansbach

Martina Priessner studierte Sozial- und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet als unabhängige Filmemacherin und Autorin. Ihr Debüt WIR SITZEN IM SÜDEN wurde bei DOK Leipzig gezeigt und für den Grimme-Preis nominiert. In Istanbul entstand EVERYDAY I'M CAPULING über die Gezi-Park-Proteste, 2015 folgte 650 WÖRTER zu Migration und Sprache. Ihr Dokumentarfilm DIE WÄCHTERIN erhielt den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts. 2025 feierte DIE MÖLLNER BRIEFE Weltpremiere im Berlinale Panorama, gewann den Panorama-Publikumspreis sowie den Amnesty-Filmpreis und wurde auf internationalen Festivals gezeigt.

Regisseurin, Berlin