Dieter Kosslick, geboren 1948 in Pforzheim, studierte Kommunikationswissenschaft, Pädagogik und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1979 bis 1982 war er persönlicher Referent, Büroleiter und Redenschreiber des Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Hans Ulrich Klose, sowie Pressesprecher der Leitstelle zur Gleichstellung der Frau. Danach arbeitete er als Autor für das Magazin KONKRET.

Im Anschluss war er unter anderem für den Hamburger Filmfonds, das Brüsseler MEDIA-Programm und die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen tätig. Von 2001 bis 2019 leitete er die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) – insgesamt 18 Jahre lang.

Kosslick war zudem Professor an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und wurde für sein Engagement im Bereich Film vielfach ausgezeichnet – darunter mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und dem französischen Kulturorden Commandeur des Arts et Lettres.

Für seine Verdienste um das kulinarische Kino erhielt er den renommierten Eckart Witzigmann Preis sowie die Silver Medallion des Telluride Film Festival in den USA.

Gemeinsam mit dem Journalisten Peter Körte veröffentlichte er das Buch Das Buch Bagel. Bereits 2001 erschien seine Autobiografie: Immer auf dem Teppich bleiben – von magischen Momenten und der Zukunft des Kinos.

Seit 2024 ist Dieter Kosslick Direktor des neuen Umweltfilmfestivals „Greenvisions“ in Potsdam.

Festivalleiter, Berlin

Neco Çelik ist ein arrivierter Regisseur und Autor, der 1972 in Berlin-Kreuzberg geboren wurde. Er hat zahlreiche Dokumentarfilme und Kurzfilme gedreht und seine ersten Spielfilme Alltag (ARD) und Urban Guerillas im Jahr 2002 und 2003 veröffentlicht. Sein Film Urban Guerillas wurde 2004 auf der Berlinale in der Sektion German Cinema gezeigt. Im selben Jahr wurde Çelik von der FAZ am Sonntag als "Spike Lee von Kreuzberg" bezeichnet. 2005 inszenierte Çelik in Istanbul seinen ersten türkischsprachigen Kinofilm Kısık ateşte 15 dakika, eine dramatische Komödie. Seit 2006 inszeniert er Schauspiel, Opern und Tanztheater, darunter die Uraufführung von Feridun Zaimoğlu und Günter Senkels Schwarze Jungfrauen am Berliner Hebbel am Ufer (HAU) sowie Shakespeares Romeo und Julia ebenfalls am HAU. Çelik wurde 2007 zum Stipendiaten der Akademie der Künste, Sektion "Darstellende Kunst" ernannt. Er hatte zahlreiche Engagements an renommierten Theatern wie den Münchner Kammerspielen, Schauspielhaus Bochum, Theater Freiburg, Berliner Staatsoper und Staatsoper Stuttgart. Çeliks letzte Inszenierung war im April 2024 im Stadttheater Oberhausen die Uraufführung von MC Messer nach der Beggar‘s Opera von John Gay. Im Jahr 2011 wurde seine Regiearbeit für Ludger Vollmers Oper Gegen die Wand zum gleichnamigen Film von Fatih Akın an der Stuttgarter Staatsoper mit dem Deutschen Theaterpreis in der Kategorie Musiktheater ausgezeichnet. 2019 entwickelte und drehte Çelik seine fünfteilige Fernsehserie Crews & Gangs, die derzeit auf dem Streaming-Portal "Joyn" zu sehen ist. 

Drehbuchautor & Regisseur, Berlin

2002   Alltag – Spielfilm (Regie) 

2003    Urban Guerillas – Spielfilm (Regie) 

2005    Kısık ateşte 15 dakika (15 Minuten auf kleiner Flamme) – Spielfilm (Regie) 

2019    Crews & Gangs – Fernsehserie (Regie) 

2024    Berlin Kills Me - Spielfilm (Regie) 

 

Hande Ataizi, Absolventin des Staatlichen Konservatoriums der Universität Istanbul, begann ihre professionelle Theaterlaufbahn bereits während des Studiums am Kenter-Theater unter der Leitung von Yıldız und Müşfik Kenter. Ihren Durchbruch im Fernsehen erzielte sie Mitte der 1990er-Jahre mit erfolgreichen Serien wie Kaldırım Çiçeği, Ruhsar und Böyle mi Olacaktı, die hohen Einschaltquoten erreichten.

1996 spielte sie im vielfach ausgezeichneten Kinofilm Mum Kokulu Kadınlar, wofür sie unter anderem mit dem Altın Portakal und Altın Koza geehrt wurde. Im Kino war sie außerdem in Kahpe Bizans (2000) und in Ömer Kavurs Melekler Evi (2001) zu sehen. Mit der Serie Melekler Adası (2004) feierte sie einen weiteren großen Fernseherfolg.

2007 absolvierte Ataizi eine Schauspielweiterbildung an der New York University (NYU) und arbeitete mehrere Monate mit dem renommierten Schauspielcoach Eric Morris. In den letzten Jahren kehrte sie mit der Serie Camdaki Kız (2021) sowie der Prime-Video-Produktion Bihter (2023) erfolgreich auf die Bildschirme zurück.

Schauspielerin, Istanbul

1999   Kahpe Bizans

2000   Melekler Evi

2007   Çılgın Dersane

2008   Masum Kadınlar 

2023   Bihter

Geboren 1963 in Rosenheim, Abitur, Studium der Politischen Wissenschaften, Soziologie und Recht an der LMU München mit Abschluss Magister Artium. Seit 1990 beim Bayerischen Rundfunk, zunächst als fester freier Mitarbeiter im Hörfunk. Seit 2009 Leitender Redakteur im Programmbereich Kultur mit Schwerpunkt Film. Gründer und Leiter der “Musikfilmtage Oberaudorf“, eines auf Musikfilme spezialisierten Festivals. Stellvertretender Vorstand der Verbands Bayerischer Filmfestivals. Betreuung der Reihe „Kino im Landtag“ für den Bayerischen Landtag. Lehraufträge, Jurymitgliedschaften

Leitender Redakteur Film beim BR, München

Hülya Uçansu ist eine Festivalleiterin und Kulturmanagerin, die wesentlich zur internationalen Bekanntheit des türkischen Films beigetragen hat. Sie wurde in Bandırma geboren und absolvierte die Fakultät für Literatur der Universität Istanbul, Fachrichtung Englische Sprache und Literatur. Ihre Karriere im Film begann 1975 als Assistentin von Onat Kutlar bei der Türkischen Cinematheque. Von 1983 bis 2006 leitete sie das Internationale Istanbul Filmfestival.

Authorin, Ex-Festivalleiterin, Bodrum 

Bereits während ihres Studiums widmete sich Yahşi dem Kultur- und Kunstjournalismus. Danach brachte sie die Zeitschriften Argos und Harper’s Bazaar heraus und leitete sie. Sie übernahm die Chefredaktion des Magazins Vizyon und war Redaktionsleiterin der Samstagsbeilage der Zeitung Radikal sowie aller Beilagen von Sabah. Hier verantwortete sie auch die erste Kinoseite der Zeitung. 

2012 war sie Mitglied der Hauptwettbewerbsjury des Istanbul Filmfestivals. Sie gründete Ekranella, die erste türkische Website für TV-Kritiken. Für Hürriyet schrieb sie über Fernsehen. Derzeit ist sie – seit der Gründung – Redakteurin für die Kino- und Bildschirm der renommierten Wochenzeitung Oksijen. 

Journalistin, Istanbul