Nuran David Çalış

Jurypräsident

Nuran David Çalış wurde in Bielefeld geboren und studierte Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Er arbeitet als Regisseur, Theater- und Drehbuchautor. Für seine Werke und Inszenierungen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2008 kam sein erster Spielfilm, Meine Mutter, mein Bruder und ich, in die Kinos, 2010 verfilmte er für das ZDF Frank Wedekinds Frühlingserwachen und 2012 Georg Büchners Woyzeck. 2011 erschien sein erster Roman “Der Mond ist unsere Sonne”. Zuletzt erregte seine Arbeit “Die Lücke – Ein Stück Keupstraße” am Schauspiel Köln großes Aufsehen, die er anlässlich des 10. Jahrestages des Nagelbombenanschlages in der Kölner Keupstraße zusammen mit Anwohnern und Betroffenen entwickelte. Nuran David Çalış lebt in München.

İrem Sak studierte Amerikanistik an der Istanbul Universität. Nachdem sie 2008 am renommierten freien Theater Beşiktaş Kültür Merkezi Bühnenerfahrung gesammelt hat, spielte sie in vielen Werbefilmen und wurde Gesicht diverser großer Marken. Seit 2010 spielt sie in vielen beliebten TV-Serien und erreichte somit große Bekanntheit. Seit 2015 spielt sie auch in Kinofilmen unter anderem in dem Film Martı (Die Möwe), für das sie 2017 den Preis für die beste Nebendarstellerin beim internationalen Filmfestival in Ankara erhielt.

Kerem Ayan wurde in Istanbul geboren und studierte Maschinenbau an der Yıldız Teknik Universität. 1992 zog er nach Paris, wo er an der ESRA, der Schule für Film, Ton und Animation, sowie an der Denis Diderot Paris 7 Universität Film studierte. 2001 begann er für das Filmfestival Cannes zu arbeiten, 2005 gründete er das Politische Filmfestival in Barcelona, das er drei Jahre lang auch leitete. Ab 2006 war er stellvertretender Direktor des internationalen Filmfestival Istanbul, dessen Leitung er 2015 übernahm. Seit 2010 inszeniert er Theaterstücke und drehte 2017 den Kurzfilm Kılçık (Gräte). Er ist Ko-Produzent des Filmes Aidiyet (Zugehörigkeit), der 2019 auf der Berlinale Premiere feierte.

Ruth Reinecke, geboren in Berlin, ging nach dem Schauspielstudium zunächst nach Schwerin und ist seit 1979 im Maxim Gorki Theater Berlin engagiert. Sie bezeichnet sich als „eine Ensemble-Schauspielerin im besten Sinne“. In unzähligen Rollen bei zahlreichen Regisseuren hat sie ihre Erfahrungen gesammelt. Neben ihren Aufgaben am Theater, arbeitet sie regelmäßig für das Fernsehen. Bekannt ist sie durch die Rolle der Marlene Kupfer aus der TV-Serie „Weißensee“. Sie arbeitete auch mit Schauspielstudenten und liest Hörbücher ein.