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59 Filme

Festival 2012

Sektion:
Ehrengäste Filmlandschaften Wettbewerb Kurzfilm Wettbewerb Spielfilm
Ehrengäste
TR · 1979 · 99' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Adak

Das Opfer

Regie / Atıf Yılmaz

Müslüm entführt die junge Gülbahar und heiratet sie. Gemeinsam lassen sie sich in einer Kleinstadt nieder. Kurze Zeit später bekommt das Ehepaar, das in Armut lebt, einen Sohn. Müslüm muss Geld verdienen und geht als Landarbeiter in die Çukurova Hochebene. Dort wird eines der Arbeiter bestohlen. Müslüm wird beschuldigt das Gold des Arbeiters gestohlen zu haben und wird verhaftet. Der tiefreligiöse Müslüm verspricht, seine Sohn Gott zu opfern, sollte er von dieser Verleumdung freigesprochen werden. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, die in den 70er Jahren im Südosten de Türkei für großes Aufsehen sorgte. 2011 erhielt Tarık Akan auf dem Antalya Film Festival 1979 aufgrund der Zensur und 1980 aufgrund des Militärputsches nicht stattfand, für das Jahr 1980 die „V spätete Goldene Orange“ als „Bester Darsteller“.

Mit Tarık Akan, Necla Nazır, Yaman Okay, Erol Keskin

Drehbuch
Başar Sabuncu
Kamera
İzzet Akay
Produzent
Atıf Yılmaz, Yeşilçam Filmcilik
Schnitt
Özdemir Arıtan
Musik
Yalçın Tura
Wettbewerb Kurzfilm Deutschland Premiere
TR · 2011 · 12' · DigiBeta/Beta SP, miniDV/DV

Ali Ata Bak

Ali, Sieh Das Pferd

Regie / Orhan İnce

Ein paar Sätze, die die Kinder auswendig lernen müssen, beschreibt das Missverhältnis des Schulsystems in einer tragikomischen Weise.

Filmlandschaften
D, LU · 2010 · 91' · Deutsche Orginalfassung

Anduni - Fremde Heimat

Regie / Samira Radsi

Durch ihr Auslandstudium konnte Belinda, entgegen der starren Konventionen ihres armenischen Elternhauses, unverheiratet ausziehen. Nun genießt sie ihre neu gewonnene Unabhängigkeit mit ihrem Freund Manuel. Als plötzlich ihr Vater stirbt, wird ihr bewusst, wie fremd und gleichzeitig nah ihr die eigene Familie ist. Um ihrer Mutter zu helfen, beschließt Belinda, sich um die Erbschaftsangelegenheiten zu kümmern. Somit gerät sie zunehmend in Berührung mit ihrer armenischen Familiengeschichte und begibt sich auf die Suche nach der eigenen Identität. Samira Radsi erzählt die tragikomische Geschichte einer zwischen ihren armenisch-türkischen Wurzeln und der eigenen Selbstverwirklichung stehenden Frau. Sensibel thematisiert sie die Schwierigkeit, zwei unterschiedliche Kulturen miteinander zu vereinbaren, aber auch den Mut zur Veränderung, der nötig ist, um seinen Platz im Leben zu finden.

Mit Irina Potapenko, Florian Lukas, Tilo Prückner, Berrin Alga-

Drehbuch
Karin Kaci
Kamera
Matthias Fleischer
Produzent
Elsani Film, Köln
Schnitt
Thierry Faber
Musik
Dürbeck & Dohmen
Wettbewerb Kurzfilm Nürnberg-Premiere
D/TR · 2011 · 26’ · DigiBeta/Beta SP

Ararat

Regie / Engin Kundağ

Noah begräbt seinen Vater im tiefsten Osten Anatoliens und um zu überleben, muss er den Rest seiner Identität am Fuße des Ararat begraben.

Filmlandschaften
TR · 2010 · 105' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Aşk Ve Devrim

Liebe Und Revolution

Regie / F. Serkan Acar

„Wir sind mit der Revolution verheiratet, mit dem Tod verlobt” war vor den 80ern das übermütige Motto der Revolutionäre. Langsam änderte sich dieses Motto in „Die größte Liebe erleben und geben die Revolutionäre”. Die Türkei nach dem Militärputsch von 1980: Kemal, ein junger Mann in den Zwanzigern, entwickelt langsam ein Bewusstsein für die politischen Zustände der Welt. Neben seiner platonischen Liebe zu Leyla beschäftigt ihn immer stärker die Idee einer bewaffneten militanten Gegenwehr. So kämpft Kemal auf der einen Seite für seine Ideale auf der anderen Seite mit seiner verworrenen Gefühlswelt… „Liebe und Revolution” feierte auf dem Adana Golden Boll wählte Serkan Acar ausschließlich unbekannte Schauspieler und Amateure und verleiht seiner Geschichte über den Fall des Sozialismus in der Türkei so eine besonders realistische Note.

Mit Deniz Denker, Ayberk Pekcan, Gün Koper, Nefrin Tokyay, Bedir Bedir, Gun Koper, Serkan Tinmaz

Drehbuch
M.Serkan Turhan
Produzent
Kuzey Film, Filmfabrik Gmbh
Ton
Muhammed Mokhtary
Schnitt
Ayhan Ergürsel
Musik
Anıl Erşahin
Filmlandschaften
TR · 2011 · 100' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Ay Büyürken Uyuyamam

Schlaflos Bei Zunehmendem Mond

Regie / Şerif Gören

Şerif Gören präsentiert seinen ersten Spielfilm nach 18 Jahren. Die Geschichte handelt von einem emanzipierten Frauentrio: Mutter Melek und ihre schönen Töchter Hülya und Leyla, müssen sich in einer ägäischen Kleinstadt gegen Klatsch und Tratsch zur Wehr setzen. Nachdem ihr Ehemann in flagranti mit seinem schwulen Liebhaber erwischt wird, werden Melek und ihre Familie in der Stadt zu unerwünschten Personen. Und zu Freiwild für den intriganten Bürgermeister, der Melek schon seit Jahren nachstellt. Doch die drei Frauen wissen sich gegen die Bigotterie ihrer patriarchalisch geprägten Umgebung Tratsch politisiert und eine ideologisch verbrämte Hetzjagd anzettelt. Melek und ihre Töchter flüchten nach Izmir, um dort ihre Freiheit zu suchen. „Schlaflos bei zunehmendem Mond“ zeigt die Lust an der Lust – und deren Verbote von oben. Brecht meets Bollywood: Gören kreiert die Chronologie eines politischen Verrats, aber auch ein lustspielartiges Spektakel.” (Bernd Buder)

Mit Ayça Bingöl, Hazal Kaya, Fırat Çelik, Selin Şekerci, Fırat Tanış, Hakan Boyav

Drehbuch
Şerif Gören, Necati Cumali
Kamera
Sinan Güngör
Schnitt
Erkan Tekemen
Musik
Fırat Yükselir
Filmlandschaften
D, RU, KZ · 2011 · 95' · Deutsche Originalfassung

Baikonur

Regie / Veit Helmer

„Was vom Himmel fällt, darf man behalten“. Nach diesem Gesetz der kasachischen Steppe sammeln die zumeist alten Bewohner eines kleinen Dorfes, nahe der Raumstation findet der junge Funker Iskander, genannt Gagarin, die von ihm angehimmelte französische Weltraumtouristin Julie samt Raumkapsel in der Steppe. Da sie ihr Gedächtnis verloren hat, „behält” er sie nach der traditionellen Regel als seine Verlobte. Doch auch der romantischste Zweck heiligt nicht die Mittel. Schon bald verschwimmen für „Gagarin“ die Grenzen von Gefühl und Pflichtbewusstsein. „Auch die Erdflucht ist, wie die Erdnähe, eine große Sehnsucht des Menschen, und Baikonur ist gewissermaßen ihre Inkarnation. Helmer will das real existierende Absurde in dem Augenblick festhalten, wo es poetisch wird.“ (Zeit Online) Seinen Sinn für die skurrilen Seiten des Lebens bewies Veit Helmer auch im Film „Absurdistan“, der auf dem 14. Filmfestival Türkei / Deutschland lief.

Mit Alexander Asochakov, Marie de Villepin, Sitora Farmonova

Drehbuch
Sergej Ashkenazy, Veit Helmer
Kamera
Kolya Kano
Produzent
Veit Helmer-Filmproduktion
Ton
Immo Trümpelmann
Musik
Goran Bregovic
Wettbewerb Spielfilm
· · ·

Barbara

Keine weiteren Angaben verfügbar - für den Festivaljahrgang 2012 existiert keine Live-Quelle, dieser Film wurde nur anhand eines lokal vorliegenden Filmfotos nachgetragen.

Filmlandschaften
D · 2011 · 25' · Deutsche Originalfassung

Bastarde

Regie / Aslı Özarslan

Das Ballhaus Naunynstrasse ist ein Treffpunkt, an dem mehrere Kulturen aufeinanderprallen und sich dennoch als eine darstellen. Denn Şermin Langhoff und einer ihrer Lieblingsautoren, Feridun Zaimoğlu, betrachten die bikulturelle Identität als etwas Selbstverständliches und erzählen deutsche Geschichten mit einem „Hybriden” im Vordergrund. Die Naunynstraße wird zu einer Bühne der heutigen „Postmigranten”. Sie brechen radikal die deutsche monokulturelle Theaterlandschaft und stellen sich als selbstbewusste „Kanaken“ oder „Bastarde“ auf die Bühne. Genau diese Vielfalt und die Arbeit innerhalb einer deutschen Subkultur werden in der Dokumentation dargestellt.

Mit Ballhaus Naunynstrasse

Kamera
Benny Kaya, Ebru Tuncbilek, Florian Wentsch
Schnitt
Benny Kaya
Wettbewerb Kurzfilm Internationale Premiere
TR · 2011 · 14’ · MiniDV/DV

Baydara "Edra'nin Kaderi"

Baydara "Edras Schicksal "

Regie / Can Eren

Edra ist Liftboy. Eines Tages steigt eine Frau in den Lift und Edras Schicksal nimmt einen anderen Lauf.

Filmlandschaften
TR, BA · 2011 · 150' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Bir Zamanlar Anadolu‘da

Es War Einmal In Anatolien

Regie / Nuri Bilge Ceylan

Irgendwo in Anatolien. Eine Gruppe von Männern ist in der Nacht auf der Suche nach einem Tatort. Der Untersuchungsrichter will Fakten und Klarheiten, die Polizei betreut die Verdächtigen, ein Arzt soll die Obduktion vornehmen. Doch wo ist die Leiche? Es entfaltet sich ein Krimi in Zeitlupe, hineinchoreografiert in die Landschaft und in die Nacht. Nuri Bilge Ceylan zeigt uns, was in seiner Heimat im Verborgenen schlummert und wie wenige Sätze unter Umständen erhellend sein können. „'Es war einmal in Anatolien' erfüllt alle Grundanforderungen eines Krimis, und dennoch überrascht der Film, weil er sich gegen alle gängigen Muster sträubt. Bei diesem Krimi sind die Zwischenräume und die Zwischenzeiten nicht ausgespart, wir sind mittendrin in der Suche nach der Wahrheit. Ceylan will von der Rätselhaftigkeit seiner eigenen Heimat erzählen, ohne dass er die Rätsel alle lüften könnte und möchte. Eine Sinnesreise.” (Walter Ruggle) „Nuri Bilge Ceylan ist ein existenzialistisches Drama und ein Meisterwerk europäischen Autorenkinos gelungen“ (Rüdiger Suchsland).

Mit Muhammet Uzuner, Yılmaz Erdoğan, Taner Birsel, Ahmet Mümtaz Taylan, Ercan Kesal

Drehbuch
Nuri Bilge Ceylan, Ebru Ceylan, Ercan Kesal
Kamera
Gökhan Tiryaki
Produzent
Zeynofilm
Ton
Erkan Altinok, Ulas Agce
Musik
Orhan Selçuk, Mehmet Kılıçel
Wettbewerb Kurzfilm Nürnberg Premiere
D · 2011 · 23’ · Blu-ray

Brüder

Regie / Türker Süer

Nach dem Tod des Vaters holt Cengiz seinen Bruder Savaş für einen Tag aus dem Gefängnis, der eine Beerdigung seines Vaters in Deutschland verlangt.

Filmlandschaften
TR · 2012 · 97' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Bu Son Olsun

Nie Wieder

Regie / Orçun Benli

Fünf obdachlose Freunde versuchen im kalten September am Leben zu bleiben. Wenn sie Geld finden, kaufen sie Fusel. Wenn sie Hunger haben, gehen sie entweder zu dem rechtsgerichteten Gültekin, oder zum revolutionären Sinan. Wenn sie je nach Jahreszeit Schuhe brauchen, reicht es, in die Moschee zu gehen. Yaşar, Apo, Kovboy Ali, Cevat und Ertuğrul glauben auch an Sinans Revolution. Denn bei dieser Revolution gibt es für jeden eine Unterkunft und Arbeit. Doch die Soldaten kommen dem zuvor und machen einen Militärputsch… In den Filmen über den Militärputsch ist einer der meist zitierten Sätze „Es ist Ausgangssperre, geh nach Hause“. Meist geht der „Ausgänger“ wieder nach Hause, doch was, wenn man kein Zuhause hat? In diesen Tagen, in denen die Verantwortlichen des Militärputsches von 1980 angeklagt werden, ist die Kunst ein Weg, das Trauma zu verarbeiten. Orçun Benli nutzt neben der Kunst auch die Ironie.

Mit Engin Altan Düzyatan, Mustafa Uzunyılmaz, Ferit Kaya, Orhan Eşkin, Hazal Kaya, Volga Sorgu, Ufuk Bayraktar

Drehbuch
Şükrü Üçpınar, Orçun Benli
Kamera
Vedat Özdemir
Produzent
Uzak Yakın Film Yapımcılık
Ton
Okan Selçuk
Schnitt
Lewo
Musik
Cahit Berkay
Filmlandschaften
TR · 2010 · 111' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Çoğunluk

Die Mehrheit

Regie / Seren Yüce

Mertkan führt ein gutbürgerliches Leben voller Müßiggang, jobbt für die Baufirma seines Vaters, hängt mit Freunden ab und fährt mit dem Auto durch die Gegend. Er ist immernoch auf der Suche nach dem Sinn in seinem Leben. Als er sich in die Kurdin Gül verliebt, beginnt er sein Leben zu überdenken. Doch sein strenger Vater Kemal lehnt die neue Beziehung ab und verbietet ihm sogar den Umgang mit Gül. Nun muss sich Mertkan entscheiden: Folgt er seiner Überzeugung, oder beugt er sich den Vorurteilen der Mehrheit? „Seren Yüce zeichnet ein desillusioniertes Bild der türkischen Mehrheitsgesellschaft. Ganz nahe am Leben, im regnerisch-grauen Istanbul, spielt dieser (Polit-)Film, der der zur Zeit im türkischen Kino angesagten naturalistischen Strömung verpflichtet ist. Die Sprache klingt authentisch, die Bilder sind „wahr” und das Familienleben die Hölle.” (Christoph Gröner)

Mit Bartu Küçükçağlayan, Settar Tanriöğen, Esme Madra, Nihal Koldaş

Kamera
Barış Özbiçer
Produzent
Yeni Sinemacılar
Ton
Mustafa Bölükbaşı
Schnitt
Mary Stephen
Musik
Gökçe Akçelik
Wettbewerb Kurzfilm Europa Premiere
TR · 2011 · 11' · DigiBeta/Beta SP

Direk Aşk

Liebe Von Der Stange

Regie / Ertuğ Tüfekçioğlu

Eine sehr unglückliche Frau findet die Liebe dort, wo sie sie zuletzt vermutet hätte.

Filmlandschaften
D · 2011 · 94' · Deutsche Originalfassung

Dreiviertelmond

Regie / Christian Zübert

Der Schock sitzt tief bei Hartmut Machowiak, als ihn seine Frau nach 30 Ehejahren für einen anderen Mann verlässt. Plötzlich muss der penible, überkorrekte und meist missgelaunte Taxifahrer, der nichts so sehr hasst wie Veränderungen, sein Leben neu ordnen. Zu allem Überfluss taucht auch noch eines Tages die sechsjährige Hayat, die kein Deutsch spricht, in seinem Taxi auf und weicht nicht mehr von seiner Seite. So macht sich Hartmut auf die Suche nach der Mutter. „Mit der zärtlichen, tief bewegenden Culture-Clash-Tragikomödie liefert der aktuelle zweifache Grimme-Preisträger Christian Zübert sein bis dato bestes Leinwandstück ab.“ (kino.de) Newcomerin Mercan Türkoğlu als Hayat bezaubert nicht nur Elmar Wepper, sondern auch das Publikum. Die Dreharbeiten in Nürnberg wurden durch das Filmfestival Türkei / Deutschland unterstützt.

Mit Elmar Wepper, Merkan Türkoğlu, Ivan Anderson, Özay Fecht, Katja Rupé

Kamera
Jana Marsik
Produzent
Christian, Zübert, Film GmbH
Ton
Rainer Plabst
Schnitt
Mona Bräuer
Musik
Annette Focks
Wettbewerb Kurzfilm Internationale Premiere
TR · 2011 · 7'30'' · DigiBeta/Beta SP

Eight

Eight (Acht)

Regie / Devrim Erdoğan

Die Geschichte eines kleinen Menschen mit einem schwarzen Aktenkoffer, dessen Inhalt jeder erfahren möchte.

Wettbewerb Spielfilm
D · 2011 · 100' · Dt. Originalfassung

Einer Wie Bruno

Regie / Anja Jacobs

Die 13-jährige Radost lebt allein mit ihrem Vater. Doch Bruno ist kein Vater wie alle anderen. Er leidet an einer angeborenen Intelligenzschwäche und geistigen Behinderung, diese macht ihn eher zu einem Spielkameraden als zu einem Erziehungsberechtigten. Dennoch sind die zwei ein tolles Team, das sich gegen manche Tücke des Jugendamtes behauptet. Doch mit Radosts beginnender Pubertät offenbaren sich die ersten großen Probleme. Je älter das Mädchen wird, desto mehr macht sich ihre geistige Überlegenheit bemerkbar. Bruno findet immer schwerer Zugang zu ihrer Welt. Was früher spielend gelang, endet jetzt in lautstarken Auseinandersetzungen. Die Lage spitzt sich zu, als sich das Mädchen zum ersten Mal verliebt. Behutsam und sensibel, aber auch kraft- und humorvoll erzählt Anja Jacobs eine Geschichte vom Erwachsenwerden, vom Lieben und vom Loslassen.

Mit Christian Ulmen, Lola Dockhorn, Lucas Reiber, Peter, Kurth, Teresa Harder

Drehbuch
Marc O. Seng
Kamera
Daniel Möller
Produzent
Oberon Film GmbH, Funkfilme A. Funk, Kommunikationsdesignstudium in Hamburg ab und ar-
Ton
Matthias Richter, Stephan Engl
Schnitt
Ronny Mattas
Musik
Matthias Klein
Wettbewerb Kurzfilm Nürnberg Premiere
D · 2011 · 30’ · DigiBeta/Beta SP

Eisblumen

Regie / Susan Gordanshekan

Eine Begegnung zwischen zwei Menschen am Rande der Gesellschaft, die sich für einen Moment aneinander festhalten.

Ehrengäste
TR · 1999 · 100' · Türk. Original mit dt. Untertiteln

Eylül Firtinasi

Septembersturm

Regie / Atıf Yılmaz

Kurz nach dem Putsch 1980 in der Türkei verbringt der kleine Metin einen Tag bei seiner Mutter in der Zelle. ist in Untersuchungshaft, soll Auskunft über ihren Mann geben, der ebenfalls von der Polizei gesucht wird. Doch die Frau bleibt trotz Folter stumm. Am nächsten Tag hol der Großvater sein Enkelkind aus dem Gefängnis und bringt es auf eine kleine Insel in der Ägäis, wo der Gr vater mit seiner kranken Frau lebt. Atıf Yılmaz wurde auf dem Filmfestival Türkei / Deutsch land auf das Buch „Schattengeruch“ des Erlanger Schrift stellers Habib Bektaş aufmerksam, welches als Vorlage für das Drehbuch diente.

Mit Tarık Akan, Kutay Özcan, Zara, Hazım Körmükçü, Deniz Türkali

Drehbuch
Gaye Boralıoğlu
Kamera
Erdal Kahraman
Produzent
İskender Ulus, Atıf Yılmaz
Schnitt
Mevlüt Koçak
Musik
Tamer Çıray
Filmlandschaften
D · 2011 · 88' · Deutsche Originalfassung

Fernes Land

Regie / Kanwal Sethi

Haroon aus Pakistan schlägt sich seit Jahren illegal in Deutschland durch. Versicherungsvertreter Mark hat gerade Liebeskummer. Auf den ersten Blick führen die beiden Männer völlig unterschiedliche Leben. Doch die Winternacht, in der sich ihre Wege kreuzen, verändert alles. Sie finden beide jemanden, dem sie instinktiv vertrauen können und der die gleiche Sehnsucht teilt: endlich anzukommen. Mark träumt von Japan und liebt das Kochen. Haroon will nicht in ständiger Angst leben, entdeckt zu werden. Er möchte seinen eigenen Friseursalon eröffnen. Auf dem gemeinsamen Trip durch die Nacht kommen beide ihrem Ziel ein kleines Stückchen näher und finden echte Freundschaft. „Fernes Land” erzählt die Geschichte zweier Männer im Aufbruch. Beide suchen eine neue Lebensperspektive. Doch während Mark nur mit seinen inneren Konflikten ringen muss, um endlich aus seiner Lethargie zu erwachen, kämpft Haroon um die Chance, sich ein „normales“ Dasein in Deutschland aufbauen zu können.

Mit Atta Yaqub, Kulbhushan Kharbanda, Pasha Bocarie, Karina Plachetka, Christoph Franken

Drehbuch
Leis Bagdach, Kanwal Sethi
Kamera
Hanno Moritz Kuno
Produzent
Neufilm
Ton
Johannes Doberenz
Schnitt
Claudia Wolscht, Peter Zorn
Musik
Conrad Oleak
Wettbewerb Kurzfilm Nürnberg Premiere
D · 2012 · 16'40'' · DigiBeta/Beta SP

Ferngesteuert

Regie / Hendrik M. Schmitt

Eine Psychologin will vom 18-jährigen Maik, über den sein Freund Thomas wacht, wissen, warum er den Ausländer niedergestochen hat.

Filmlandschaften
D, CH · 2010 · 84' · Deutsche Originalfassung

Fliegende Fische Müssen Ins Meer

Regie / Güzin Kar

Die 38-jährige Reisebegleiterin Roberta ist eine wandelnde Katastrophe: Sie feiert, trinkt und nimmt es weder mit der Kindererziehung noch mit der Männerwahl sehr genau. Um die Familie zusammenzuhalten, hat die 15-jährige Tochter Nana das Kommando im Haushalt übernommen: Sie kümmert sich um die jüngeren Geschwister und verdient als Schleusenwärterin den Lebensunterhalt. Als das Jugendamt mit dem Entzug des Sorgerechts droht, gelobt Roberta Besserung. Doch Nana, die nicht an die Beteuerungen der Mutter glaubt, macht sich kurzerhand selbst auf die Suche nach einem passenden Mann und einem neuen Stiefvater. Doch dann verliebt sich Nana selbst in den Auserwählten. Erst durch schichte finden Mutter und Tochter zueinander. „Regisseurin Güzin Kar beweist, dass Tragik und Komik manchmal näher beieinander liegen, als man denkt. Sie selbst bezeichnet ihren Film deshalb als Mischung zwischen Bonbontüte und Pillenschachtel.” (Focus Online)

Mit Meret Becker, Elisa Schlott, Barnaby Metschurat, Hanspeter Müller, Mona Petri

Kamera
Benjamin Dernbecher
Produzent
Vega Film Productions, Kar mit acht Jahren mit ihrer Familie in die Schweiz. Ihre
Ton
Michael Schlömer
Schnitt
Benjamin Fueter
Musik
Fabian Römer
Wettbewerb Spielfilm
D · 2011 · 80' · Dt. Originalfassung

Frankfurt Coincidences

Regie / Enkelejd Lluca

Fragmente aus dem Leben von Menschen, die alle im selben Frankfurter Altbau leben: Najila liebt Erik, doch das schwanger wird, stehen die beiden vor einer schwierigen Entscheidung. Ana schafft an und versucht so, ihrer Tochter Flüchtling aus Simbabwe, leidet an den Folgen, die Tyrannei und Folter bei ihm hinterlassen haben. Als er ausgewiesen werden soll, flieht er nach Paris. Und dann ist da noch Udo Schmitz, pensionierter Professor, dem die Musik nach dem Tod seiner Frau der einzige Trost ist. Die Brücke zur "Außenwelt" bilden Najila und die Familie seines Sohnes, die ihn jedoch lieber im Altersheim sehen würde… Ein Film über Heimat, Familie und Zugehörigkeit. Alle Protagonisten teilen das Gefühl der Heimatlosigkeit und jeder hat eine andere Methode damit umzugehen. Momentaufnahmen aus einer multikulturellen Welt. .

Mit David Wurawa, Bolor Sharkhuukhen, Ulrich Günther, Benedikt Blaskovic, Ramin Yazdani, Teodora Djuric

Kamera
Dennis Mill
Produzent
Assholius Productions
Ton
Jan Brauer
Schnitt
Dennis Mill, Enkelejd Lluca
Musik
Johannes Helsberg, Werner Wienand
Filmlandschaften
TR · 2011 · 97' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Geriye Kalan

Was Zurück Bleibt

Regie / Çiğdem Vitrinel

Die heile Welt von Sevda zerbricht abrupt, als sie von der Affäre ihres Mannes mit Zuhal erfährt. Die Ehe mit Cezmi ist der größte Erfolg in Sevdas Leben, er ist ihr Beschützer, ihr Rückhalt und ihre finanzielle und emotionale Stütze. Sie hat Angst davor ihre kleine Tochter allein großzuziehen und ihr Heim zu verlieren. „Die andere Frau“ Zuhal blieb nach der Trennung von ihrem Mann mit ihrem kranken Sohn allein zurück. Sie versucht verzweifelt alles richtig zu machen und auf eigenen Beinen zu stehen. Cezmi bringt eine lang ersehnte Sicherheit und Geborgenheit in Zuhals Leben. Dem Rat ihrer Mutter folgend, verbirgt Sevda ihre Unsicherheit und stürzt sich in ihre Aufgaben als Hausfrau und Mutter. Zugleich beginnt sie ihre Rivalin zu verfolgen und erfährt immer mehr über Zuhals Leben und Gewohnheiten. Machtlos muss sie mit ansehen wie ihr Cezmi immer mehr entgleitet. Als Zuhals Ex-Mann zurückkehrt, um seine Frau zurückzugewinnen, kommt es zur Tragödie.

Mit Devin Özgür Çınar, Şebnem Hassanisoughi, Erkan Bektaş, Burak Tamdoğan, Birsen Dürülü, Ulaş Kurt, Nisan Özcan

Drehbuch
Şebnem Vitrinel, Çiğdem Vitrinel
Kamera
İlker Berke
Produzent
Firuz Film
Ton
Mustafa Bölükbaşı
Schnitt
Arzu Volkan
Musik
Olcay Saral
Wettbewerb Spielfilm
TR · 2010 · 116' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Gölgeler Ve Suretler

Schatten Und Gesichter

Regie / Derviş Zaim

Zypern 1963: Zwischen den türkischen und griechischen Zyprioten, die bisher in Frieden auf der Insel zusammen lebten, beginnen die Unruhen. Als das Dorf des Schattenspielers Salih von griechischen Polizisten attackiert wird, muss er mit seiner Tochter Ruhsar fliehen. Sie finden Zuflucht bei seinem ehemaligen Lehrling Veli in einem anderen Dorf. Doch Salih und Ruhsar wollen weiter in die sichere Stadt. Unterwegs verlieren sie sich und Ruhsar geht zurück ins Dorf. Die älteren Griechen und Türken des Dorfes wollen eine Auseinandersetzung im Dorf vermeiden, doch als herauskommt, dass der junge Grieche Hristo Waffen im Dorf versteckt, kommt es zur unvermeidbaren Tragödie. „Schatten und Gesichter” ist der letzte Teil der Trilogie über traditionelle türkische Künste. Nach der Miniaturkunst in „Warten auf den Himmel“ und der Kalligraphie in „Der Punkt“ umrahmt Zaims Geschichte dieses Mal das Schattenspiel.

Mit Osman Alkaş, Hazar Ergülçlü, Popi Avraam, Settar, Tanriöğen, Buğra Gülsoy, Erol Refikoğlu

Kamera
Emre Erkmen Kurgu
Produzent
Maraton Filmcilik
Schnitt
Aylin Zoi Tinel
Musik
Marios Takoushis
Wettbewerb Kurzfilm Internationale Premiere
TR · 2011 · 7' · DigiBeta

Güneşli Bir Gün

Ein Sonniger Tag

Regie / Selcen Ergun

An einem sonnigen Morgen erwartet Ermin, zusammen mit seinen beiden Freunden und seinem alten roten Fahrrad, eine kleine Reise.

Filmlandschaften
TR · 2011 · 112' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Güzel Günler Göreceğiz

Schöne Tage Stehen Uns Bevor

Regie / Hasan Tolga Pulat

Ein Tag in Istanbul, an dem sich das Schicksal verschiedener Menschen entscheidet: Cumali wird nach zwölf Jahren als gebrochener Mann aus dem Gefängnis entlassen und sucht seine Jugendliebe Mediha. Mediha versucht, um der Verfolgung ihrer Familie zu entgehen, mit ihrem neuen Freund Ali das Land zu verlassen. Auch der frustrierte Kommissar Izzet möchte sein Leben umkrempeln, ebenso wie die schöne Prostituierte Anna, die wieder zurück in ihre Heimat will. Fünf Lebenswege, die sich durch Zufall miteinander verbinden. Ein berührendes Drama, das der Hoffnung eine Chance gibt. „Wir erzählen im Film von Leben, die sich kreuzen. Wir wollten, dass sich die Menschen in diesem Film wieder finden. Wir haben nur einen Tag von 365 beschrieben. ‚Schöne Tage stehen uns bevor‘ erzählt nicht von heute sondern von morgen. Der Film gehört eigentlich der Zukunft. Auch wenn wir unglücklich sind, haben wir nicht das Recht, die Hoffnung aufzugeben.” (Hasan Tolga Pulat)

Mit Buğra Gülsoy, Feride Çetin, Barış Atay Mengüllü, Uğur Polat, Nesrin Cevadzade

Drehbuch
Emre Kavuk
Kamera
Önder Sengül
Produzent
Onaltıdokuz film yapım
Ton
Ömür Yılmaz Müldür
Schnitt
Kalander Hasan
Musik
Toygar Işıklı
Filmlandschaften
D · 2011 · 94' · Deutsche Originalfassung

Homies

Regie / Adnan Köse

Der 18-jährige Marvin kommt aus besseren Verhältnissen und lebt in einer schicken Vorstadtvilla. Seine Mutter, eine erfolgreiche Immobilienmaklerin, hat seine Zukunft schon durchgeplant. Doch Marvin hat eine ganz andere Vorstellung schaft ist die Musik - hier will er sich beweisen und zeigen, was er drauf hat, ganz ohne das Geld seiner Mutter. Als er die Clique um den coolen Osman und die hübsche Stella kennenlernt, scheint sein Traum wahr zu werden. Zum ersten Mal fühlt er sich wirklich respektiert und ernst genommen. Zudem verliebt er sich Hals über Kopf in Stella. Doch das alles hat seinen Preis: Um akzeptiert zu werden, verschweigt er seine wahre Herkunft. Als Osman hinter das Geheimnis kommt, droht der Schwindel aufzufliegen. Nun muss Marvin alles auf eine Karte setzen.

Mit Jimi Blue Ochsenknecht, Sabrina Wilstermann, Ismail Deniz, Ali Murtaza, Günther Kaufmann

Drehbuch
Adnan Köse, Andrea Kriegl
Kamera
James Jacobs
Schnitt
Manuel Reidinger
Musik
Tai Jason
Filmlandschaften
TR · 2011 · 95' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

İncir Reçeli

Feigengelee

Regie / Aytaç Ağırlar

Der größte Traum von Metin ist es, mit seinen Drehbüchern Geld zu verdienen, doch es hagelt nur Absagen. Seinen Frust ertränkt er regelmäßig in einer Bar. Eines Tages lernt er dort die hübsche und lebenslustige Duygu kennen. Am Ende der Nacht nimmt Metin die betrunkene Frau bei sich auf und sie verschwindet am nächsten Morgen still und heimlich. Wenige Tage später treffen sich beide erneut. Wieder ist Duygu betrunken, wieder lässt Metin sie bei sich übernachten und wieder verschwindet sie am nächsten Morgen, ohne ein Wort zu sagen. Während für Duygu die nächtlichen Routine werden, wird Metin immer neugieriger auf die geheimnisvolle Schöne. Sympathische Darsteller und eine Story, die ans Herz geht, machen Aytaç Ağırlars Regiedebüt zu einem gelungenen Mix aus Romanze und Drama, ohne falsche Sentimentalität.

Mit Halil Sezai Paracıkoğlu, Melike Güner, Sinan Çalışkanoğlu

Kamera
Metin Turguç, Hasan Gergin
Produzent
Aytaç, Ağırlar, Karriere, AA Film Prodüksiyon, Nachdem er 2004 in dem Fernsehmehrteiler „Yadigâr” de-
Ton
Tolga Yelekçi
Schnitt
Ersin Eker, Hamdi Deniz
Musik
Engin Bayrak
Wettbewerb Spielfilm
D · 2011 · 93' · Dt. Originalfassung

Kaddisch Für Einen Freund

Regie / Leo Khasin

Die Wege des jungen libanesischen Palästinensers Ali und des jüdischen Weltkriegsveteranen Alexander kreuzen sich erstmals, als Ali in Alexanders Wohnung einbricht. Auf frischer Tat ertappt droht Ali eine Klage und seiner Familie die Ausweisung aus Deutschland. Notgedrungen bittet Ali Alexander um Vergebung. Dieser zieht die Anzeige unter der Voraussetzung zurück, dass Ali seine heruntergekommene Wohnung auf Vordermann bringt und somit seinen „Umzug“ ins Pflegeheim verhindert. Ali lässt sich auf den Deal ein. Langsam nähern sich die Männer an. Authentisch und berührend erzählt Leo Khasin die Geschichte einer Freundschaft jenseits der Generationen, Kulturen und Religionen. Der Film thematisiert Schuld und Sühne vor dem Hintergrund eines globalen Konflikts in einer zwischenmenschlichen Begegnung. Am Ende siegt die Freundschaft über alle Grenzen hinweg.

Mit Ryszard Ronczewski, Neil Belakhdar, Neil Malik Abdul-

Kamera
Mathias Schöningh
Produzent
SiMa Film GbR, Nostro Film
Ton
Thorsten Bolzé
Schnitt
Horst Reiter
Musik
Fabian Römer, Dieter Schleip
Filmlandschaften
TR · 2010 · 105' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Kaledeki Yalnizlik

Die Einsamkeit Zwischen Den Pfosten

Regie / Volga Sorgu Tekinoğlu

„Die Einsamkeit zwischen den Pfosten“ scheint zunächst ein Film über Fußball zu sein. Doch Regisseur Volga Sorgu erzählt vor der Fußballkulisse die Geschichte eines naiven Losers, der zwischen familiären Bindungen, Armut, Verzweiflung und Vergangenheitsbewältigung hin und her gerissen ist. Nurettin spielt Fußball in einer Amateurmannschaft, träumt. Der Präsident des Clubs geht illegalen Geschäften nach. Während er den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere erlebt, verliert er durch einen Verkehrsunfall nicht nur seine Frau, sondern auch seine Zukunft. Lediglich sein Sohn Feyyaz gibt ihm etwas Lebensmut. Erst die Ankunft der verrückten Tante Zenoş aus Deutschland vermag die Leere in den Herzen der kleinen Familie wieder zu füllen. Volga Sorgus Regiedebüt ist eine berührende VaterSohn-Geschichte um Moral und den Sinn des Lebens.

Mit Numan Çakır, Özlem Tekin, Tolga Sarıtaş, Yıldırım Beyazıt, Nur Sürer, Menderes Samancılar, Erkan Can

Kamera
Ertunç Senkay, Ercan Özkan
Produzent
Çimen yapım
Ton
Murai Şinürmi, Zafer Şişman
Schnitt
Onur Koçak
Musik
Mazlum Çimen, Saki Çimen
Ehrengäste
TR · 1990 · 85' · Türk. Originalfassung mit engl. Untertiteln

Karartma Geceleri

Verdunkelte Nächte

Regie / Yusuf Kurçenli

Istanbul, gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Ein Aus nahmezustand, in dem das Volk ihre Lebensmittel gegen Lebensmittelscheine erhält, die Muezzine zum Gebet auf Türkisch rufen… Der Lehrer und Dichter Mustafa Ural, dessen Gedichte als kommunistische Propaganda eingestuft werden, wird von der Polizei gesucht. Das rühmt berüchtigte Sansaryan Bürohaus, in dem die fort schrittlich demokratischen Intellektuellen grausam ge foltert werden, wird als Polizeirevier genutzt. Musta der sich der Polizei nicht stellt, muss flüchten. „Verdunkelte Nächte” beruht auf dem gleichnamigen Roman von Rıfat Ilgaz und ist eines der Meisterwerke von Yusuf Kurçenli.

Mit Tarık Akan, Nurseli İdiz, Bülent Bilgiç, Deniz Kurtoğlu, Gülsen Tuncer, Gökhan Mete, Erol Günaydın, Menderes Samancılar

Kamera
Colin Mounier
Produzent
Senar Turgut, SENAR Film
Musik
Cem İdiz
Filmlandschaften
TR · 2011 · 59' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Kardeş Nereye? – Mübadele

Wohin Des Weges, Bruder – „der Austausch”

Regie / Ömer Asan

Die Dokumentation „Wohin des Weges, Bruder – Der Austausch” erzählt von den vielen menschlichen Schicksalen, die sich während des griechisch-türkischen Völkertausches wurden aus ihrer Heimat vertrieben und mussten in ein Land ziehen, das sie nicht kannten. Nachdem die Türkei 1922 den griechisch-türkischen Krieg gewonnen hatte, konnte sie mit dem Vertrag von Lausanne die Bestimmungen des nach dem Ersten Weltkrieg abgeschlossenen Vertrags von Sèvres nach ihren Vorstellungen revidieren. Das Abkommen legalisierte nachträglich die bereits vollzogene Vertreibung von Griechen und Türken. Die traumatischen Auswirkungen dieses Bevölkerungsaustausches sind auch im 21. Jahrhundert noch zu spüren.

Produzent
HEYAMOLA Production, Festivals/Preise (Auswahl), Festivaller/Ödüller (Seçki), Adana Golden Boll Film Festival •, Adana Altın Koza Film Festivali, (Cleaning Women), und „Günden Geceye İstanbul: Bir, Şehir Senfonisi” (Istanbul from Day to Night: A City Symphony). In „Yüreğine Sor” (Ask Your Heart) von Yusuf Kurçenli trat er als lokaler Kulturattaché auf. Sein letzter Film, FİYAP, Yayıncılar Meslek Birliği üyesi ve English Pen onur, ATT, Kadınlar”, „Günden Geceye İstanbul: Bir Şehir Senfonisi”
Musik
Serdar Sarak
Filmlandschaften
D · 2011 · 83' · Deutsche Originalfassung

Kasimir Und Karoline

Regie / Ben von Grafenstein

Seine plötzliche Entlassung schlägt Kasimir nicht nur auf die Psyche, sondern direkt auf die Potenz. Kein Job, kein Sex! Trotz seiner schlechten Stimmung lässt er sich von seiner Freundin Karoline zum Besuch des Oktoberfests überreden. Eine unselige Verkettung von Ereignissen lässt deutlicher wird Karolines Sehnsucht nach einem anderen Leben. Kasimirs Minderwertigkeitsgefühle schlagen um in Eifersucht, Ohnmacht und schließlich Gewalt. In letzter Sekunde versucht Karoline die Liebe zu retten. Doch am Ende dieser Nacht, ist nicht nur ihre Liebe zerbrochen… Ben von Grafenstein hat das Theaterstück Ödön von Horváts aus dem Jahr 1932 radikal modernisiert. Er zeigt, dass eine qualitative Filmadaption von Theaterstücken möglich ist und dass das Stück in Zeiten der Wirtschaftskrise nichts an seiner Brisanz eingebüßt hat.

Mit Golo Euler, Christina Hecke, Robert Gwisdek, Esther, Kuhn, Max Tidof

Drehbuch
Michael Klette
Kamera
Ralf Noack
Produzent
SCHIWAGO FILM GmbH
Ton
Thomas Conen
Schnitt
Till Ufer
Musik
Rainer Oleak
Filmlandschaften
TR · 2010 · 115' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Kaybedenler Kulübü

Der Club Der Versager

Regie / Tolga Örnek

Die Türkei in den späten 90ern. Unter dem Druck unabhängiger Radiosender zerfällt das staatliche Radiomonopol. Fast täglich werden neue private Radiosender gegründet. Aus einer Laune heraus starten zwei junge Männer bei einem kleinen Privatsender eine gemeinsame Talksendung, bei der sie frech, provokant und ohne Rücksicht auf Tabus und Befindlichkeiten über private Themen sprechen. Kaan ist Fotograf und Intellektueller und leitet einen kleinen Verlag. Mete ist Barbesitzer und leidenschaftlicher Plattensammler. Beide sind einsam und haben außer One-Night-Stands keine ernsthaften Beziehungen. Über Nacht wird ihre Sendung „Der Club der Versager“ zu einem Riesenerfolg und zum Treffpunkt vieler verlorener Seelen. Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt Tolga Örnek von zwei Außenseitern, die durch ihre Offenheit den Nerv der Zeit treffen. „Der Club der Versager“ war einer der erfolgreichsten türkischen Filme des Jahres 2011.

Mit Nejat İşler, Yiğit Özşener, Ahu Türkpençe, İdil Fırat, Rıza Kocaoğlu, Serra Yılmaz, Şirin Kılavuz, Şafak Başkaya

Drehbuch
Mehmet Ada Öztekin, Tolga Örnek
Kamera
Burak Kanbir
Produzent
Ekip Film
Ton
İsmail Karadaş, Burak Topalakçı
Schnitt
Haluk Arus
Musik
Can Gox, Cavit Ergun, Erdem Tarabuş
Filmlandschaften
D · 2011 · 74' · Deutsche Originalfassung

Krähen- Und Kalifenjahre

Regie / Svenja Klüh

Erkan und Tuncay werden in Ingolstadt geboren und wachsen in Bayern auf. Nach kriminellen Delikten werden die beiden Anfang der 90er Jahre aus Deutschland verwiesen. Sie leben fortan in der Türkei, einem Land, das sie bis dahin nur von ihren Eltern oder aus dem Urlaub kannten. Ihr damaliger Freund Murat macht sich fast zwanzig Jahre später auf die Suche nach der verstreuten Clique. Sein Weg führt vom Ingolstädter Marktplatz zum Flughafen und in die Straßen Antalyas. Der Film zeichnet türkischdeutsche Lebenswege nach und fragt nach Chancen, Träumen, Identität, Verlust und Freundschaft. Der HFF-Abschlussfilm von Svenja Klüh und Murat Aydın feierte auf dem Internationalen Golden Orange Filmfestival in Antalya Premiere.

Kamera
Kaspar Kaven
Produzent
Murat Aydın, Neuen, Münchner, Schauspielschule, Ali Wunsch-König, Festivals/Preise (Auswahl), Festivaller/Ödüller (Seçki), Internationales Antalya Golden, Orange Film Festival •, Uluslararası Antalya, Altın Portakal Film Festivali, 1972’de, Dokuwettbewerb von BR und Telepool:, İstanbul’da, Münih, Ali Wunsch-König, 3. Preis (Treatment) •, Bavyera Televizyonu ve Telepool, Belgesel Yarışmasında üçüncülük (Tretman), Filmografie • Filmleri, Svenja Klüh, Svenja Klüh, Krähen- und Kalifenjahre •, Karga ve Halife Yılları, Das Leben ist ein langer Tag •, Hayat Uzun bir Gündür •, Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik. Nebenbei Stu-, Murat Aydın, Krähen- und Kalifenjahre •, Karga ve Halife Yılları, Gottes treuer Diener (Darsteller) •, Tanrı’nın sadık Kulu (Oyuncu), Deli deli olma (Darsteller) •, Deli Deli Olma (Oyuncu), Lia (Darsteller, Kurzfilm) • Lia, (Oyuncu, Kısa Film), The Biggest Step (Darsteller) •, Yine HFF’de Basın ve Halkla İlişkiler Bürosu’nda görev, En Büyük Adım (Oyuncu)
Ton
Mario Sieber
Schnitt
Ursula Scheid, Svenja Klüh
Filmlandschaften
D · 2011 · 103' · Deutsche Originalfassung

Kriegerin

Regie / David F. Wnendt

Eine jung, weiblich, rechtsradikal und rast durch die Welt wie ein offenes Rasiermesser. Sie ist voller Hass, gegen jeden und alles, was nicht ihrem Weltbild entspricht. In ihren Augen ist die Gesellschaft Schuld, dass alles den Bach runter geht. Doch diesen Sommer wird sich ihr Leben ändern. Eine Kette von Ereignissen bringt Marisas Weltbild ins Wanken. Sie beginnt sich zu ändern, doch der Weg aus der Clique ist hart. „Kriegerin“ ist eine schonungslose Milieustudie, realistisch, brutal und manchmal hart an der Schmerzgrenze. „Der Film soll aufklären, ohne vordergründig pädagogisch zu sein. Man wird den Figuren nahekommen, sie verstehen können, ohne ihre Taten zu entschuldigen. Der Film gibt keine einfachen Antworten. Er beleuchtet aber die für den Rechtsextremismus ursächlichen Faktoren und macht klar, dass es sich nicht um ein Jugendphänomen handelt.” (David F. Wnendt)

Mit Alina Levshin, Jella Haase, Sayed Ahmad Wasil Mrowat, Lucas Steltner, Gerdy Zint

Kamera
Jonas Schmager
Produzent
Mafilm GmbH
Ton
Paul Rischer
Schnitt
Andreas Wodraschke
Musik
Johannes Repka
Wettbewerb Spielfilm
TR · 2012 · 91' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Lal Gece

Nacht Der Stille

Regie / Reis Çelik

Mit einer herrschaftlichen Hochzeit soll die Blutfehde zwischen zwei Familien beendet werden. Der Bräutigam ist ein Mann, der sein halbes Leben aufgrund der Blutfehde im Gefängnis verbracht hat, das Gesicht der Braut ist durch ihren Schleier nicht zu erkennen. Als die Hochzeit zu Ende ist, sitzt die Braut, deren Füße nicht auf den Boden reichen, mit ihren Ängsten alleine gelassen im Zimmer und wartet auf den Bräutigam. Nach einer Ewigkeiten zu dauernden Zeit kommt er in das Brautzimmer und öffnet den Schleier der Braut. Es ist das Gesicht eines Kindes. Das Gesicht der Kindsbraut ist das verborgene Gesicht der Gesellschaft. Der Bräutigam ist gezwungen, die Last der Tausende von Jahre alten Tradition zu tragen. Die Nacht Schachspiel, doch sie neigt sich langsam dem Ende.

Mit İlyas Salman, Dilan Aksüt, Mayşeker Yücel, Sabri Tutal, Sercan Demirkaya, Ahmet Aydin

Kamera
Gökhan Tiryaki
Ton
Ekrem Çelik
Wettbewerb Kurzfilm Nürnberg Premiere
D · 2011 · 20' · 35mm

Long Distance Call

Regie / Grzegorz Muskala

Henrys Frau Claire ist betrunken und in Begleitung eines fremden Mannes. Henry hat nur das Telefon, um die Kontrolle über die Situation zurückzugewinnen.

Filmlandschaften
TR · 2011 · 97' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Mar

Regie / Caner Erzincan

„Mar“ erzählt die Geschichte dreier Männer, die versuchen, sich am Rande der Gesellschaft am Leben festzuhalten. Der kleine Güven sammelt Schnecken, sein Bruder Yılmaz jagt Schlangen und ihr Vater Halil steht am Ende seiner Schmugglerkarriere. Alle drei sind allein und verzweifelt auf der Suche nach einem Sinn in ihrem trostlosen Leben. Aber es ist nicht nur die Natur, sondern das Leben selbst, das den Dreien ihre letzten Hoffnungen und Träume zunichtemacht. „Mar“ feierte auf dem 18. Adana Golden Boll Film Festival Weltpremiere.

Mit Volga Sorgu Tekinoğlu, Yılmaz Şerif, Begüm Kütük, Raşit Saraç, Mahmut Gökgöz, Güray Kip, Dersu Yavuz Altun, Yıldırım Şimşek

Kamera
Murat Candan Özcan
Produzent
LOGOS Film
Ton
Kerem Aktaş, Tolga Yelekçi
Schnitt
Erkan Tekemen
Musik
İlbeği Can Erzincan
Filmlandschaften
TR · 2010 · 76' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Oğlunuz Erdal

Euer Sohn Erdal

Regie / Tunç Erenkuş

Sinan Durch die kurzen Lebensgeschichten vier junger Männer erinnert dieser Dokumentarfilm an die dunkle Zeit in der Türkei von 1977 bis 1984. Der Film, dessen Dreharbeiten drei Jahre dauerten, konzentriert sich auf das kurze Leben des 17-jährigen Erdal Eren, eines jungen Sozialisten, dessen Alter per Gerichtsbeschluss geändert wurde, um seine Hinrichtung zu legalisieren. Tunç Erenkuş dokumentiert die Folter und den Tod mehrerer junger Menschen mit eindrucksvollem Archivmaterial und aktuellen Interviews. Er erinnert an eine brutale Periode der jüngeren türkischen Geschichte und ihre Auswirkung auf die Gegenwart.

Drehbuch
Tefık Taş
Produzent
Serap Kurt, Festivaller/Ödüller (Seçki), Antalya Golden Orange Film Festival •, Antalya Altın Portakal Film Festivali
Musik
İlbeği Can Erzincan
Ehrengäste
TR · 1984 · 98' · Türk. Original mit dt. Untertiteln

Pehlivan

Der Ringer

Regie / Zeki Ökten

Um seine Familie zu ernähren, lässt sich ein junger Man auf die Warteliste für Arbeitsmigranten setzen. Während er vergeblich auf seine Chance wartet, willigt er ein, der nächsten Ringkampf-Meisterschaft teilzunehmen. Mit dem großen Preis könnte er endlich seiner Familie ein sorgenfreies Leben ermöglichen. muss er jedoch bald feststellen, dass der einst so ehre werte Sport viel von seiner Reputation eingebüßt und zum Tummelplatz für Lügner und Betrüger geworden ist. Tarık Akan erhielt für seine Rolle als Ringer auf der B nale 1985 eine lobende Erwähnung.

Mit Tarık Akan, Erol Günaydın, Tuluğ Çizgen, Yaman Okay, Meral Orhonsay, Yavuzer Çetinkaya

Drehbuch
Fehmi Yaşar
Kamera
Hüseyin Özşahin
Produzent
Şeref Film
Schnitt
Nevzat Dişiaçık
Musik
Nevzat Dişiaçık
Filmlandschaften
TR, I · 2010 · 100' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Press

Regie / Sedat Yılmaz

„Press“ erzählt von der ersten kurdischen Zeitung in Diyarbakir. Als in den 90er Jahren der Konflikt zwischen der kurdischen PKK und dem türkischen Staat eskaliert, befindet sich alles im Ausnahmezustand und die journalistische Arbeit wird zunehmend schwieriger. Dennoch versuchen die Journalisten weiter, auf die nicht enden wollenden Menschenrechtsverletzungen im kurdischen Teil der Türkei aufmerksam zu machen. Dabei geraten sie selbst ins Visier der Regierung und müssen sich mit Pressezensur, Bedrohungen und Verhaftungen auseinandersetzen. Der englische Filmtitel beschreibt einerseits die Arbeit und andererseits den Druck, dem die Journalisten ausgesetzt sind. „‘Press‘ ist nicht nur eine Abhandlung über das Täter-Opfer-Verhältnis zwischen Kurden und türkischer Regierung, sondern auch über die Zuordnung in solche Rollenklischees durch die Medien im Allgemeinen.“ (Yavuz Say) „In der Schlichtheit seiner Darstellung und zugewandten Beobachterhaltung erinnert der Film zuweilen an die von Robert Bresson.“ (taz)

Mit Aram Dildar, Engin Emre Deger, Kadim Yaşar, Sezgin Cengiz

Kamera
Demir Gökdemir
Produzent
Karıncalar Yapım
Ton
Ferit Karabina
Filmlandschaften
D · 2011 · 87' · Deutsche Originalfassung

Puppe, Icke & Der Dicke

Regie / Felix Stienz

Die schöne Französin Europe ist blind, doch das tut ihrer Lebensfreude keinen Abbruch. Als sie erfährt, dass ihr One-Night-Stand mit Matthias Folgen hat, macht sie sich kurzerhand auf den Weg nach Berlin. Bomber, 28, ist ein kleinwüchsiges und äußerst raubeiniges Berliner Unikat. Nach seiner Kündigung beschließt der Kurierfahrer die letzte Lieferung in Paris zu verhökern. Doch ihm wird übel mitgespielt, und seine Fahrt endet mit leeren Taschen an einem Pariser Kiosk. Dort trifft er auf Bruno, einen riesigen, schweigsamen Mann. Bruno überzeugt Bomber, ihn mit nach Berlin zu nehmen. Auf ihrer Reise gabelt das ungleiche Paar Europe auf und es beginnt eine dynamische Reise mit leichten Kommunikationsproblemen. „Puppe, Icke & der Dicke” ist ein skurriler Roadmovie zwischen Berlin und Paris - mit einzigartigen, markanten Figuren, die uns trotz ihrer Behinderungen zeigen, wie Lebensfreude funktioniert.

Mit Stephanie Capetanides, Tobi B., Matthias Scheuring

Kamera
Markus Förderer, Lynne Linder
Produzent
Felix, Stienz, Jahrgang, 1982
Ton
Magnus Pflüger
Musik
Fabian Zenker, Mareike Hube
Filmlandschaften
TR, GR · 2010 · 131' · Türk. Originalfassung mit engl. Untertiteln

Saç

Haar

Regie / Tayfun Pirselimoğlu

In epischen Bildern erzählt Regisseur Tayfun Pirselimoğlu die Geschichte des einsamen Perückenmachers Hamdi, der keinen Sinn mehr im Leben sieht. Trotz seiner Krebserkrankung raucht Hamdi weiter und wartet auf den Tod. Als eines Tages Meryem seinen Laden betritt, um ihm ihr wundervolles, langes Haar zu verkaufen, wird sie zu seiner Obsession. Der Einfluss von Nuri Bilge Ceylan ist in „Saç“ deutlich zu spüren, der Film wäre kaum denkbar ohne die epische Lakonie von Ceylans türkischen Männerfiguren. „Pirselimoğlu zweifelt einsamen Großstadtmenschen, eine Aura des Ausgeliefertseins und lässt dessen Innenwelt nie vollständig transparent werden. In ruhigen, langen, aber intensiven Einstellungen, entwickelt ‚Saç‘ einen fast metaphysischen Sog und treibt auf ein fesselndes Finale zu.“ (Bernhard Karl) „Saç” lief im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals von Locarno.

Mit Ayberk Pekcan, Nazan Kesal, Rıza Akın

Kamera
Ercan Özkan
Produzent
Graal, Zuzi Film
Ton
Ferit Karabina
Schnitt
Erdinç Özyurt
Filmlandschaften
TR · 2010 · 98' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Sakli Hayatlar

Verborgene Leben

Regie / Ahmet Haluk Ünal

Sunniten und Aleviten leben seit Generationen im Konflikt. Aus Furcht verbirgt die alevitische Minderheit zumeist ihre Identität. Nach dem Massaker in Çorum im Jahr 1980 flieht eine alevitische Familie nach Istanbul und zieht mit einer sunnitischen Familie in ein Haus. Der junge Fotograf Murat wohnt zusammen mit seinem konservativen Vater und seiner strenggläubigen Großmutter im Obergeschoss. Obwohl Murats Vater die Sympathie zur linken politischen Philosophie seines Sohnes ablehnt, führt er ein geborgenes Leben. Im Untergeschoss lebt die Medizinstudentin Nergis mit ihrer Mutter und verbirgt ihre alevitische Identität. Als Murat eines Tages auf Nergis trifft und sich die beiden ineinander verlieben, nimmt die Tragödie ihren Lauf. „Möglicherweise ist ‚Verborgene Leben‘ einer der ersten Spielfilme - wenn nicht sogar der erste - der diesen Konflikt nicht hauptsächlich auf politischer Ebene zeigt, sondern seine Konsequenzen für das alltägliche Leben der Menschen beleuchtet.“ (Klaus Eder)

Mit Ceren Hindistan, Yusuf Akgün, Laçin Ceylan, Ahmet, Mümtaz Taylan, Irmak Ceylan Öztürk, Zerrin Sümer

Kamera
Gökhan Atılmış
Produzent
Drama Istanbul Film Yapım
Ton
Fırat Çavaş
Schnitt
Mehmet Atan
Musik
Kedi Müzik, Ender Akay, Sunay Özgür, Engin Arslan, Emirhan Üçkardeş
Wettbewerb Kurzfilm Nürnberg Premiere
D · 2011 · 30’ · Blu-ray

Silent River

Regie / Anca Miruna Lazarescu

Rumänien, 1986: Gregor und Vali wollen flüchten, misstrauen sich aber.

Filmlandschaften
D · 2011 · 90' · Deutsche Originalfassung

Sohnemänner

Regie / Ingo Haeb

Uwe meint es eigentlich nur gut, als er seine Großmutter Hilde aus einem Hamburger Pflegeheim entführt, um sie zu sich und seinem Lebensgefährten in den Schwarzwald zu bringen. Das ruft seinen Vater Edgar auf den Plan, der sich zwar nie besonders gut um seine Mutter gekümmert hat, sich nun jedoch übergangen fühlt - zumal ausgerechnet sein Sohn, zu dem er ein marodes Verhältnis pflegt, ihn damit vorführt. Es entbrennt ein Machtkampf Männern, bei dem die Bedürfnisse der alten Frau gänzlich auf der Strecke bleiben. Diese skurrile und dramatische Komödie handelt von der Unfähigkeit, miteinander zu kommunizieren und sich auszudrücken. „Ganz nebenbei erzählt der Film von unserem gesamtgesellschaftlichen Konflikt, wenn es um die Frage nach der angemessenen Pflege unserer Eltern und Großeltern geht und nicht zuletzt von der individuellen Begegnung mit dem Tod.“ (Kino.de)

Mit Renate Delfs, Cornelia Dörr, Péter Franke, Klaus Herm, Sarah Kempin

Kamera
Oliver Schwabe
Produzent
Home Run Pictures
Ton
Matthias Haeb, Thomas Keller
Schnitt
Monika Schindler
Musik
Jakob Ilja
Filmlandschaften
TR · 2011 · 90' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Sümela’nin Şifresi - Temel

Sümelas Code - Temel

Regie / Adem Kılıç

Temel liebt Zuhal, die Tochter der reichsten Familie in Trabzon. Eine Heirat ist jedoch ausgeschlossen, denn Temel ist arm. Da erfährt er von einem versteckten Schatz im Sümela-Kloster und glaubt seine Mitgift in greifbarer Nähe. Als ein schwerreicher Rivale um Zuhals Hand anhält, sieht Temel keinen anderen Ausweg, als seine Angebetete zu entführen. Auch die Schatzsuche verläuft komplizierter als gedacht: Eine türkische und eine russische Mafia-Gruppe kommen Temel in die Quere. Doch mit List und Glück gelangt er tatsächlich in den Besitz des Goldes und kann Zuhal für sich gewinnen. „Die Bewohner der Schwarzmeer-Region rund um Trabzon sind in der Türkei Gegenstand ostfriesenwitzähnlicher Scherze. Synonym für „den“ Schwarzmeer-Küstenbewohner ist die Figur des „Temel“, eine Witzfigur, wie sie etwa in den deutschen „Fritzchen“-Witzen anzutreffen ist. Mit „Sümelas Code“ widmet der Produzent Adem Kılıç der bauernschlauen Kunstfigur seinen ersten Spielfilm.“ (Bernd Buder)

Mit Alper Kul, Aslıhan Güner, Ruhi Sarı, Salih Kalyon, Altan Erkekli

Drehbuch
Yılmaz Okumuş
Kamera
Ercan Özkan
Produzent
Üçgen Yapımevi
Schnitt
Kerem Aktaş
Musik
Tamer Çıray
Ehrengäste
TR · 1979 · 98' · Türk. Original mit dt. Untertiteln

Sürü

Die Herde

Regie / Zeki Ökten

Ein junger Nomade, der sich mit seiner Frau aus den Zwängen der anatolischen Hirtenkultur zu befreien versucht, bringt seine Schafherde zum Verkauf nach Ankara, findet dort aber nicht die ersehnte Freiheit, sond geht mit seiner Frau an der fragwürdigen Zivilisation zugrunde. Eine harte Anklage gegen Korruption und Gewalt in der türkischen Gesellschaft und eine überzeu gende Studie über das Aufeinanderprallen zweier Kulturkreise, formal perfekt und im politischen Engagement von überzeugender Kraft. Das Drehbuch schrieb Yılmaz Güney („Yol – Der Weg”) im Gefängnis. Die Herde erhielt auf dem Antalya Film Festival 2011, 1979 aufgrund der Zensur und 1980 aufgrund des Militärputsches nicht stattfand, die „Verspäte Orange“ für den besten Film 1980.

Mit Tarık Akan, Tunçel Kurtiz, Melike Demirağ, Yaman Okay, Savaş Yurttaş

Drehbuch
Yılmaz Güney
Kamera
İzzet Akay
Produzent
Yılmaz Güney, Güney Film
Schnitt
Özdemir Arıtan
Musik
Zülfü Livaneli
Wettbewerb Kurzfilm Internationale Premiere
TR · 2011 · 7'05'' · Blu-ray

Süt

Milch

Regie / Ayşegül Şahinbozkır

Ein Mann, der einsam in Abgeschiedenheit lebt, hält sich mit den Milchflaschen, von denen er nicht weiß, woher sie kommen, am Leben fest.

Wettbewerb Kurzfilm Deutschland Premiere
D · 2010 · 15' · DigiBeta/Beta SP

Tag Der Deutschen Einheit

Regie / Kaan Müjdeci

Ein Hund bringt zwei junge türkische Arbeitslose und ein deutsches Paar in Kreuzberg zusammen.

Wettbewerb Spielfilm
D, F, CH · 2011 · 88' · Dt. Originalfassung

Töte Mich

Regie / Emily Atef

Adele möchte nicht mehr leben. Oberflächlich wirkt die 15-jährige stark und diszipliniert, geht zur Schule und arbeitet jeden Tag hart auf dem elterlichen Bauernhof. Doch innerlich herrscht tiefe Traurigkeit. Nach dem Unfalltod ihres geliebten Bruders hat sie ihren einzigen Verbündeten verloren und ist nun völlig allein der Liebund Leblosigkeit ihrer Eltern ausgesetzt. Als sie dem flüchtigen Häftling und Totschläger Timo begegnet, bietet sie ihm einen Deal an: Sie wird ihm bei der Flucht helfen, wenn er sie dafür vom Leid ihres irdischen Lebens befreit und tötet. Die atemlose Flucht vor der Polizei schweißt die beiden unterschiedlichen Außenseiter immer stärker zusammen und allmählich gerät Adeles Entschluss ins Wanken. Wie „Das Fremde in mir“ schrieb Regisseurin Emily Atef das Drehbuch gemeinsam mit Esther Bernstorff. .

Mit Maria-Victoria Dragus, Roeland Wiesnekker, Wolfram Koch, Nathalie Boutefeu

Drehbuch
Emily Atef, Esther Bernstorff
Kamera
Stéphane Kuthy
Produzent
NiKo Film, Wüste Film West
Ton
Olivier Dandré
Schnitt
Beatrice Babin
Filmlandschaften
TR · 2011 · 91' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Türk Pasaportu

Turkish Passport

Regie / Burak Cem Arlıel

„Turkish Passport” erzählt die Geschichte türkischer Diplomaten, die vielen Juden während des 2. Weltkrieges das Leben retteten. Durch die Ausstellung türkischer Pässe ermöglichten Botschafter und Diplomaten türkischen Juden die Einreise in die Türkei und bewahrten sie so vor Konzentrationslagern und der Deportation. Doch nicht nur türkische Juden wurden so vor ihrem grausamen Schicksal in der Gaskammer bewahrt, auch zahlreichen europäischen Juden wurde durch die Ausstellung eines türkischen Passes die Einreise in die Türkei ermöglicht. Neben auch schriftliche Dokumente und Archivmaterial genutzt, um die Geschichten der Flüchtigen zu rekonstruieren. Neben Augenzeugen kommen die Nachkommen der Diplomaten und Botschafter zu Wort.

Mit Altan Gördüm, Eylem Demir, Doğukan Polat, Batur Belirdi, Maxim Donici, Soner Akçay, Çağla Çakar, Renan Göksal

Drehbuch
Deniz Yeşilgün, Gökhan Zincir
Kamera
Şenol Altun
Produzent
Interfilm Istanbul
Ton
Osman Tahsin Erol
Schnitt
Volkan Türkkan
Musik
Alpay Göltekin, Alp Yenier
Filmlandschaften
TR · 2011 · 117' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Unutma Beni İstanbul

Vergiss Mich Nicht Istanbul

Regie / Hany Abu-Assad

„Vergiss micht nicht Istanbul” entstand als Teil der im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas initiierten Projekte im Jahr 2010. Die Produzenten Hüseyin Karabey und Sevil Demirci brachten acht international bekannte Regisseure zusammen: Aida Begic aus Bosnien-Herzegovina, Stefan Arsenijevic aus Serbien, Stergios Niziris aus Griechenland, Eric Nazarian aus den USA, Omar Shargawi aus Dänemark, Hany Abu-Assad aus Palästina und Petros Markaris aus Griechenland. Jeder Regisseur entwickelte ein Drehbuch für nem Spielfilm verschmolzen. Die einzelnen Geschichten sind beeinflusst von persönlichen Erlebnissen und Erzählungen, die sich um die Metropole Istanbul ranken. Istanbuls kosmopolitische Geschichte bringt alle Menschen im Film zusammen und bildet die Basis für eine neue Zukunft. „Vergiss mich nicht Istanbul” erinnert daran, dass Istanbuls Vergangenheit nicht allein den Türken gehört.

Mit Hiam Abbass, Humeyra Akbay, Belcim Bilgin Erdogan, Svetozar Cvetkovic, Ayca Damgaci, Baki Davrak, Derya Durmaz, Mert Firat, Mira Furla, Sureyya Guzel, Salima Hamed, Esin Harvey, Amer Hlehel, Jacky Nercessian, Ahmet Rifat Sungar, Yorgos Symeonidis

Drehbuch
Josefina Markarian, Hany Abu-Assad, Stefan Arsenijevic, Aida Begic, Gul Dirican, Nazli Elif Durlu, Petros Markaris , Josefina Markarian, Eric Nazarian, Stergios Niziris, Omar Shargawi
Kamera
Emre Erkmen, Barıs Ŏzbiçer, Eken Ozgur, Emre Tanyıldız, Burak Turan, Erol Zubcevic
Schnitt
Mary Stephen
Musik
Kemal Sahir Gürel
Wettbewerb Kurzfilm Welt Premiere
D · 2010 · 23'30'' · 35mm

Wie Ein Fremder

Regie / Lena Liberta

Azad müsste die Welt offen stehen, doch ohne Papiere dürfen seine Familie und er nicht einmal die Stadt verlassen.

Ehrengäste
TR/CH · 1982 · 94' · Türk. Original mit dt. Untertiteln

Yol

Der Weg

Regie / Şerif Gören

Die Geschichte dreht sich um den Hafturlaub von polit schen Gefangenen. Die Männer verlassen für eine Woche das Gefängnis auf der Insel İmralı, um ihre Famil zu besuchen. Jeder von ihnen hat Pläne: Seyit Ali wil sein Dorf fahren um dort seine untreue Frau zu töten. Mehmet Salih ließ bei einem Raubüberfall seine verwundete Frau im Stich. Seine Schwiegereltern hassen ihn deswegen, und er will versuchen mit ihnen ins Rei zu kommen. Mevlüt kann mit seiner Verlobten nicht alleine sein und sucht ein Bordell auf. Yusuf wird unte wegs verhaftet, weil er den Urlaubsschein verloren ha Ömer ist in eine Frau verliebt und besucht sie in ihr Dorf, in dem er die Leiche seines von Soldaten getöte Bruders identifizieren muss. „Yol“ wurde bei den Internationalen Filmfestspielen v Cannes 1982 mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Seither zählt „Yol“ zu den Klassikern des Weltkinos. hat der Film, dessen Regie Şerif Gören für Yılmaz Gün machte, von seiner Relevanz immer noch nichts verloren. Obwohl das Verbot von „Yol“ 1992 offiziell aufge ben wurde, konnte der Film nach 17 Jahren erst 1999 i seinem Entstehungsland in die Kinos kommen.

Mit Tarık Akan, Şerif Sezer, Halil Ergül, Necmettin Çobanoğlu, Meral Orhonsoy

Drehbuch
Yılmaz Güney
Kamera
Erdoğan Engin
Produzent
Güney/Cactus/Maran/SRG/Antenne 2
Schnitt
Hélène Arnal, Yilmaz Güney, Elisabeth Waelchli
Musik
Zülfü Livaneli
Wettbewerb Spielfilm
TR · 2011 · 99' · Türk. Originalfassung mit dt. Untertiteln

Zenne

Zenne - Der Bauchtänzer

Regie / M. Caner Alper

Ein ungewöhnliches Trio: Daniel, ein deutscher Fotojournalist, Can, ein Bauchtänzer, und Ahmet aus dem Osten der Türkei. Daniel, für ein Jahr in Istanbul, kennt sich mit den gesellschaftlichen Werten und Normen der Türkei nicht sehr gut aus. Er trifft auf Can, eine schillernde Persönlichkeit, der sich stolz zu einer Homosexualität bekennt. Seine Familie akzeptiert ihn, wie er ist. Ahmet, ebenfalls homosexuell, kommt aus ländlich-konservativen Familienverhältnissen und hat es dementsprechend schwer. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den drei Männern. Gemeinsam sind sie gezwungen, sich mit der Diskriminierung, den konservativ-patriarchalen Sitten und Familienverhältnissen sowie dem repressiven Staatsapparat auseinanderzusetzen. Es ist die Verfilmung eines Mordes an einem Homosexuellen und basiert auf einer wahren Geschichte: Im Jahr 2008 wurde der 26-jährige Ahmet erschossen, nachdem er sich öffentlich zu seiner sexuellen Orientierung bekannt hatte.

Mit Kerem Can, Erkan Avcı, Giovanni Arvaneh, Rüçhan, Çalışkur, Tilbe Saran, Ünal Silver, Jale Arıkan, Tolga Tekin, Esme Madra, Hülya Duyar, Aykut Kayacık, Yvonne, Rosenbaum, Bulut Reyhan, Gregor Park, Ali Yiğit, Deniz, Sipahi, Göktuğ Esen

Drehbuch
M. Caner Alper
Kamera
Norayr Kasper
Produzent
CAM Film
Ton
M. Caner Alper, Martin Müller
Schnitt
Jasmin Guşo
Musik
Paolo Poti, Demir Demirkan