Die Heldin des Filmes ist Naciye. Ein 12-jähriges Mädchen, Nichte des Sultan Abdulhamit II, der das Osmanische Reich seit 33 Jahren mit eiserner Hand regiert. Der Held des Filmes ist Enver. Ein junger Offizier mit den besten Aussichten auf eine glänzende Karriere. Später gehört er zur Führungsriege der Union für Einheit und Fortschritt, hierzulande besser bekannt als Jungtürken, die Abdulhamits Herrschaft beenden. Naciye ist auch die Nichte des Sultan Reşat, der nach Abdulhamit auf den Thron steigt. Das Reich befindet sich im Zerfall und auch seine Nichte macht ihm Sorgen. Er will sie so schnell wie möglich verheiraten. So werden Naciye eine Reihe von Fotos möglicher Kandidaten vorgelegt. Sie entscheidet sich für ein Foto. Darauf ist Enver abgebildet. 1909 werden sie verlobt. Sie stecken sich ihre Ringe an − Naciye in Istanbul, Enver in Berlin. In den Wirren der Politik, Intrigen am Hof und Kriege beginnt eine große Liebe.
Can Dündar zeigt eindrucksvoll die Unmöglichkeit einer Beziehung, die letztendlich der großen Weltpolitik zum Opfer fällt. Der Regisseur erzählt nicht nur die Geschichte zweier Menschen, sondern dokumentiert mit der Sorgfältigkeit eines Historikers die chaotischen Zustände im Osmanischen Reich Anfang des vergangenen Jahrhunderts.