Jetzt also ich. Adil ist unterwegs, die Zeit knapp und das Vorwort für das Programm 2018 fehlt. Jetzt also ich. Etwas schreiben, das klug ist, politisch weise und bestechend in seiner Relevanz. Vor allem soll es Sie, liebe Festivalgäste, für unser Festival begeistern. Obwohl – dazu braucht es eigentlich kein Vorwort. Hören Sie einfach auf, hier weiterzulesen. Blättern Sie weiter, und überzeugen Sie sich selbst:

Die Ausgabe 2018 wird ein Festival des Wiedersehens. Des Wiedersehens mit großen Künstlern, langjährigen Freunden des Festivals und regelmäßigen Gästen wie Ferzan Özpetek, Christian Petzold, Derviş Zaim, Klaus Eder und vielen anderen mehr. Ganz zu schweigen von unseren Ehrengästen Volker Schlöndorff und Halil Ergün. Wie immer wird es viele spannende Filmgespräche geben. Darauf freue ich mich persönlich ganz besonders. Auch deshalb, weil ich weiß, wie wichtig es den Filmemacherinnen und Filmemachern ist, sich mit Ihnen, unserem Publikum, auszutauschen.

Die allermeisten Filme, die wir dieses Jahr zeigen, reflektieren unsere Lebenswelten. Sie sind politisch, auch wenn es in ihnen nicht vordergründig um Politik zu gehen scheint. Besonders deutlich wird das einmal mehr im Kurzfilmprogramm, also jenem Genre, in dem die Filmschaffenden weitestgehend unabhängig von Zwängen jene Themen behandeln können, die sie spannend und wichtig finden. Eine Freiheit, von der viele der Künstler, die wir Ihnen in den letzten 23. Festivalausgaben präsentiert haben, derzeit nur noch träumen können. Sei es aus wirtschaftlichen Gründen, sei es aus politischen. Freiheit ist nicht selbstverständlich. Oder um es mit Friedrich Schiller zu sagen „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen anregende Gespräche, spannende Erkenntnisse und natürlich jede Menge Spaß auf dem Filmfestival Türkei Deutschland. Wir sehen uns.

Frank Becher

Kurator und Vorstand InterForum e.V.