FILMLANDSCHAFTEN: DOKUMENTARFILM
Işkence Izleri Istanbul Protokolü
„Folterspuren – Istanbul Protokoll“
TR 2007, 31 min., OmU
Regie: Tülay Karacaörenli
Vorstellungen:
02.3.2008 14:10 | Kino: Festsaal K4
Im Jahr 1993 starb ein inhaftierter Student in Izmir in Haft, laut Autopsie an Tuberkulose. Das dortige medizinische Zentrum erhielt Hinweise, er sei tatsächlich an den Folgen von Folter umgekommen. Mithilfe des »Minnesota Protokolls« der »Human Rights Commission«, das Hinweise auf versteckte Folterspuren gibt, konnte man schließlich ärztliche Beweise für Folter vor Gericht bringen. Kurz darauf entstand in der Türkei ein Bündnis von Ärzten und Rechtsanwälten, mit dem Ziel doch selbst solch ein konkretes »Protokoll« zu erstellen. Hinzu kam die Methode der »Scintigraphie«, mit deren Hilfe selbst nach Jahren noch Folterspuren am Körper nachgewiesen werden können. Und so entwickelte sich zwischen 1996 bis 1999 das sogenannte »Istanbul Protokoll«.
Der Film lässt einige der mutigen Aktivisten und Initiatoren zu Wort kommen, die sich sehr überlegt mit der Duldung von Gewalt in Staat, Gesellschaft und Familie auseinandersetzen. Ein stiller, starker Dokumentarfilm ohne jede Polemik.
Der Film lässt einige der mutigen Aktivisten und Initiatoren zu Wort kommen, die sich sehr überlegt mit der Duldung von Gewalt in Staat, Gesellschaft und Familie auseinandersetzen. Ein stiller, starker Dokumentarfilm ohne jede Polemik.
Vorstellungen:
02.3.2008 14:10 | Kino: Festsaal K4