FILMLANDSCHAFTEN: DOKUMENTARFILM
Der Tag, an dem Theo van Gogh ermordet wurde
DE 2007, 56 min., OF
Regie: Esther Schapira, Kamil Taylan
Vorstellungen:
06.3.2008 18:00 | Kino: Festsaal K4
Ein Schock: Es ist neun Uhr morgens, mitten auf einer belebten Straße in Amsterdam. Der Marokkaner Mohammed Bouyeri schießt auf den Filmemacher Theo van Gogh, schneidet ihm die Kehle durch und heftet mit einem Dolch ein fünfseitiges Pamphlet, verfasst »im Namen Allahs«, an dessen Brust. Der Mörder wird rasch gefasst. Sein Motiv: Van Gogh hat, zusammen mit der Islamkritikerin Aynan Hirsi Ali, einen sehr polemischen Film wider die Unterdrückung der Frauen im Islam gedreht: »Submission«, und er wollte ihn dafür »bestrafen«. Für Bouyeri, der zeitweise Wirtschaftsinformatik studierte und anfangs keineswegs fanatischer Islamist war, entwickelte sich der Koran zum ausschließlichen Lebensinhalt, während van Gogh diesen als Bruchstelle für seine Provokationen benutzte.
Der Film zeichnet von van Gogh das Porträt eines sprunghaften, widersprüchlichen Charakters mit Hang zur Selbstzerstörung. Sein Mörder wiederum, der in Haft beharrlich schweigt, scheint keineswegs ein psychisch gestörter Einzelgänger zu sein.
Der Film zeichnet von van Gogh das Porträt eines sprunghaften, widersprüchlichen Charakters mit Hang zur Selbstzerstörung. Sein Mörder wiederum, der in Haft beharrlich schweigt, scheint keineswegs ein psychisch gestörter Einzelgänger zu sein.
Vorstellungen:
06.3.2008 18:00 | Kino: Festsaal K4